Freitag 12.10.07, 09:00 Uhr
Café Campista: Diskussion mit Pedro Holz

Chile: Neoliberalismus und soziale Gegenwehr

Pedro HolzCafé Campista lädt am Dienstag, 16. Oktober, 20.00 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstraße 31 zu einer Informationsveranstaltung über Chile ein: Auch 18 Jahre nach Ende der Militärdiktatur in Chile wird das Land immer noch stark durch die damaligen gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen bestimmt. Unter der Militärdiktatur waren die Gewerkschaften und die sozialen Bewegungen zerschlagen und viele ihrer Mitglieder ermordet worden. Gleichzeitig wurde von den sog. Chicago-Boys um Milton Friedman die Bedingungen der Militärdiktatur genutzt, um ohne gesellschaftlichen Widerstand eine brutale neoliberale Wirtschaftspolitik durchzusetzen, die als Vorbild für Thatcher, Reagan und Schröder diente. Das was wir in den letzten Jahren an Privatisierung und Sozialabbau in der BRD erleben, ist in Chile unter der Militärdiktatur erprobt worden.
In Chile formieren sich aber auch zunehmend soziale Bewegungen, die sich der neoliberalen Gesellschaftswirklichkeit entgegenstellen. Ein Beispiel war ein großer Streik der SchülerInnen und StudentInnen im vergangenen Jahr.
Pedro Holz hat in der Regierung von Salvador Allende gearbeitet, wurde nach dem Putsch verhaftet und konnte in die BRD fliehen. Hier blieb er mit seiner Familie 15 Jahre im Exil. Die meiste Zeit lebte er in Bochum. 1989 konnte er nach Chile zurückkehren. Er ist z.Z. zu Gast in Bochum und wird über die aktuellen Entwicklungen in Chile berichten.

 
 
 
 


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