Dienstag 11.09.07, 16:30 Uhr

Protest gegen die Vermarktung des Komplexes an der Höntroper Straße

Die Soziale Liste schreibt, dass sie entsetzt ist über die Planungen der Verwaltung zur Vermarktung von Grundstück und Gebäuden des Komplexes ‘Höntroper Straße 71′ und fordert die Ablehnung der Pläne durch Rat und Bezirksvertretung. In einer Presseerklärung heißt es: »In einer Stellungnahme der Verwaltung, auf eine Anfrage des Wattenscheider Ratsmitgliedes Günter Gleising (Soziale Liste), die gestern den Fraktionen mitgeteilt wurde, wird von dem Gesamtgelände als ein „repräsentatives Baugrundstück“ gesprochen. Die Überlegungen der Verwaltung gehen daher „in Richtung Gebäudeabbruch und anschließender Vermarktung der Fläche“. Gemeint sind damit sowohl das sanierungsbedürftige Wohnhaus, als auch die leer gezogene ehemalige Polizeiwache, die freiwillige Feuerwehr Höntrop und die „sich in einem guten baulichen Zustand“ befindliche Turnhalle. Stattdessen wolle man das Grundstück „neu überplanen“ und ein „Wohn- und Geschäftshaus“ (über einen Investor) bauen. Soweit die Planungen der Verwaltung.
Aus Sicht der Sozialen Liste gibt es auf Grund der zahlreichen Leerstände für ein Geschäftshaus im Bereich der Höntroper Straße 71 überhaupt keine Grundlage. Dies auch, weil derartige Pläne den Zielvorgaben des Masterplans Einzelhandel zuwiderlaufen.

Völlig unverständlich ist auch der Umgang mit den Mietern des Wohnhauses. Die fünf Mietparteien sind bisher über keinerlei Planungen informiert worden. Mit ihnen soll „zu gegebener Zeit“ gesprochen werden. Diesbezügliche Fragen von Günter Gleising (Wie ist bisher mit den Mietern gesprochen worden? Welche Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt?) sind bisher von der Verwaltung unbeantwortet geblieben.

Die Mieter im Haus an der Höntroper Straße stehen damit weitaus schlechter da, als diejenigen, die in den 530 verkauften Miethäusern wohnen, die verkauft werden sollen. Denn hier gibt es immerhin ein Vorkaufsrecht und eine sog Sozialcharta soll Mieterrechte sichern. „Jetzt wird mir klar, warum das Höntroper Haus nicht bei dem großen Wohnungsverkauf der Stadt Bochum dabei war, hier gibt es offensichtlich ganz andere Spekulationen um das Grundstück und die Immobilien“, so Günter Gleising, von der Sozialen Liste.«

 
 
 
 


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