Archiv - August 2007

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Montag 06.08.07, 12:45 Uhr

Konzertnachlese

Das Konzert von Radio El Zapote mit Fermin Muguruza am Freitagabend im Bahnhof Langendreer hielt alle Versprechungen. 500 BesucherInnen waren begeistert. Die Lokalpresse schwärmt heute von dem Konzert. Für alle, die es verpasst haben oder noch einmal zuhören wollen: Am Freitag, 24.8. ab 22.05 sendet Funkhaus Europa eine Aufzeichnung des Abends. Etwas Stress gab es an den Abend doch. Einige BesucherInnen wollten nur den Film sehen, der vor dem Konzert gezeigt wurde. Eine Stellungnahme von Radio El Zapote.

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Sonntag 05.08.07, 09:00 Uhr
Dienstag, 7. 8., 19.30 Uhr, Museum, Kortumstraße

“Die Unerwünschten – jüdische Emigration nach Argentinien”

In der Veranstaltungsreihe, die die Ausstellung “puntos de vista” im Museum an der Kortumstraße begleitet, findet am Dienstag, 7. 8., 19.30 Uhr ein Vortrag von Roberto Frankenthal statt. Das Thema: “Die Unerwünschten – jüdische Emigration nach Argentinien”. In der Ankündigung heißt es: “Die jüdische Gemeinde Argentiniens ist die größte Lateinamerikas. Die meisten jüdischen EinwanderInnen kamen aus Osteuropa gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 30er Jahren gesellte sich dazu eine Gruppe von ca. 30.000 deutschsprachigen Flüchtlingen, die Nazi- Deutschland und das danach besetzte Europa verlassen mussten. Über die Schwierigkeiten nach Argentinien einzuwandern, über ihre Integrationsversuche in die argentinische Gesellschaft und ihre heutige Lage berichtet Roberto Frankenthal.” Roberto Frankenthal ist als Nachkomme von deutsch – jüdischen EinwanderInnen 1963 in Buenos Aires, Arg. geboren. Seit 1986 in Deutschland lebend, arbeitet als Freier Journalist.

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Samstag 04.08.07, 09:00 Uhr
Die ARGE wirft der Unabhängigen Sozialberatung vor:

“Erzeugung einer negativen Grundhaltung gegen die ARGE und das ALG II”

Die Bochumer ARGE hat mit einer Erklärung auf ein Interview von Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung in der Jungen Welt reagiert. Unter der Überschrift »Diskriminierung Erwerbsloser ist politisch gewollt« hatte er die Zustände in der ARGE geschildert. Das Interview. In seiner Rechtfertigung nennt der Pressesprecher der ARGE Stephan Kuckuk ganz interessante Zahlen. Er räumt ein, dass es in diesem Jahr bereits ca. 1.500 Widersprüche, knapp 200 Beschwerden bei der Geschäftsführung und mehr als 1.100 Beschwerden bei den Teamleitungen gegeben hat. Er verniedlicht diese Zahlen, indem er ihren Monatsdurchschnitt den “Kundenkontakten” pro Jahr gegenüberstellt.
Der Unabhängigen Sozialberatung wirft die ARGE schließlich vor, dass ihre “Desinformationen” “der Erzeugung einer negativen Grundhaltung gegen die ARGE Bochum und das ALG II” dienen. Da stellt sich die Frage, ob wirklich irgendwelche Informationen die Haltung zum ALG II entscheidend beeinflussen. Wie hoch müsste der Regelsatz für Hartz IV-Opfer sein, damit eine positive Grundhaltung zum ALG II überhaupt vorstellbar würde?

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Freitag 03.08.07, 16:15 Uhr

DGB: Nicht im Urlaub, sondern im Betrieb muss mehr weitergebildet werden

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Zur Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHT), Arbeitnehmer sollten ihren Urlaub für berufliche Weiterbildung nutzen, erklärte der Vorsitzende der DGB Region Ruhr-Mark, Michael Hermund: „Urlaub soll der Erholung dienen steht im Gesetz. Weiterbildung gehört in den Betrieb. Schließlich profitieren auch die Unternehmen davon.
Die Forderung des DIHT geht an der Realität völlig vorbei, denn tatsächlich ist es so, dass die Beschäftigten heute schon mehr Freizeit als Arbeitszeit in ihre berufliche Weiterbildung stecken. Und übrigens auch ihr eigenes Geld. Im Schnitt etwa 500 € pro Jahr, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung 2004 festgestellt hat. Nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben hier Nachholbedarf, sondern die Unternehmen. Die investieren – auch im internationalen Vergleich – viel zu wenig in die Qualifizierung ihrer eigenen Beschäftigten. Zudem gibt es eine soziale Schieflage: (weiterlesen)

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Freitag 03.08.07, 16:00 Uhr

Soziale Liste unterstützt weiterhin die Montagsdemo

Die Soziale Liste unterstützt weiterhin die Bochumer Montagsdemo, die am 20. August ihr dreijähriges Jubiläum begeht. Hierauf und weitere Aktivitäten weist sie in einer Presseerklärung hin.

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Freitag 03.08.07, 10:00 Uhr
Heute 19.30 Uhr (Einlass) im Bahnhof Langendreer :

Fermin Muguruza

Das heutige Konzert von Radio El Zapote mit Fermin Muguruza im Bahnhof Langendreer ist schon etwas besonderes. Auf die Frage von bo-alternativ.de, was dies denn sei, lautet die Antwort von Radio El Zapote: “Es muss 1985 gewesen sein, als wir zum 1. Mal von dem baskischen Musiker Fermin Muguruza und seiner damaligen Band Kortatu, die noch heute trotz Auflösung Kultstatus genießt, hörten. Damals spielte Kortatu HC in Kombination mit baskischer Folklore und politischen Inhalten. Zugegen waren nicht nur Fermin als Sänger, sondern auch sein Bruder Inigo – heute bei Sagarroi (Igel). Von den Erfahrungen des Franco-Faschismus, u.a.durch die Bombadierung Guernicas durch die deutsche Legion Condor und der jahrzehntelangen Repression gegen das spanische Baskenland, geprägt, hat Muguruza schon früh bei Kortatu die politische Gewichtung auf seine Texte gelegt, die schon damals internationale Solidarität (Nicaragua Sandinista) oder Kritik an den Todesschwadronen des spanischen Innenministeriums (Hernani, Hotel Monbar) gegen baskische Autonomiebestrebungen aufzeigten. (weiterlesen)

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Donnerstag 02.08.07, 18:00 Uhr
Mittwoch, 8. 8., 19.30 Uhr, Lesung im Bahnhof Langendreer

Ruth Weiss: Mitzis Hochzeit

ruth-weiss.jpgRuth Weiss ist bekannt als politisch engagierte Journalistin, als Expertin für Afrika und weltwirtschaftliche “Verwicklungen”. Auch als Romanautorin wurde sie bekannt. Zunächst hat sie ihre Erzählungen im südlichen Afrika angesiedelt und ihre eigenen Erfahrungen als Zeitzeugin einfließen lassen. Ihr neuester Roman “Mitzis Hochzeit” ist in der jüngeren deutschen Geschichte angesiedelt. Mit Mitzi schildert Ruth Weiss das Leben einer Frau ihrer eigenen Generation – doch aus ganz anderen Verhältnissen. (weiterlesen)

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Donnerstag 02.08.07, 14:30 Uhr
Am Hiroshimatag in Herne:

Die Bundeswehr auf Nachwuchsjagd

Mit mehr als 600 Rekrutierungs- und Reklameeinsätzen im Jahr überzieht die Bundeswehr das ganze Land. Für mehrere Millionen Euro steuern »Karriere-Trucks« die Innenstädte an, bauen Wehrdienstberater auf Messen und in Schulen ihre Werbestände auf, und allmonatlich finden Werbeveranstaltungen in den Arbeitsagenturen statt. Der Grund für die massive Rekrutierungsoffensive: Der Bundeswehr droht der Nachwuchs auszugehen.
Ausgerechnet am 6. August, dem Tag, an dem die Menschheit 1945 in Hiroshima zum erstem Mal erfahren musste, wie viele Menschen durch eine einzige Atombombe umgebracht werden können, rückt die Bundeswehr mit ihrem Propaganda-Sattelschlepper in der Herner Innenstadt ein. Das Bochumer Friedensplenum verzichtet deshalb in diesem Jahr auf eine eigene Aktion am Hiroshima-Tag in Bochum und unterstützt die Herner Friedensbewegung bei ihrem Protest. Beginn ist um 15.00 Uhr in Herne auf dem Robert-Brauner-Platz.
Eine Woche später am Montag, dem 13. August, findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum ein Treffen mit der Initiative “Bundeswehr Wegtreten” statt. Hier soll über Aktivitäten in anderen Orten informiert werden und überlegt werden, wie die nächsten Aktionen in Bochum aussehen, wenn die Bundeswehr ihre nächsten Einsätze in der Arbeitsagentur plant.

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Mittwoch 01.08.07, 22:00 Uhr
Freitag, 4. August: Das Radio El Zapote Konzert des Jahres:

Fermin Muguruza Afro-Basque Firebrigade

fermin_muguruza_200_q.jpgAm Freitag, 3. August, präsentieren Radio El Zapote und Funkhaus Europa im Bahnhof Langendreer das einzige Konzert von Fermin Muguruza Afro-Basque Firebrigade in der BRD. Einlass ist um 19.30 Uhr. Vor dem Konzert wird ein Film über Brigadistas des Spanischen Bürgerkrieges gezeigt. Näheres.
Fermin Muguruza, seines Zeichens baskischer Pendant und Freund von Manu Chao, hat in Europa und darüber hinaus seit 25 Jahren Musikgeschichte geschrieben. Radio El Zapote freut sich, dass “er endlich als kultureller Motor der Opposition und Mahner – Eine solidarische Welt ist möglich - nach mehrjähriger Abwesenheit auf den Bühnen dieser Welt zurück ist. Mit den Erfahrungen von weit mehr als 1500 Konzerten und 100.000-en BesucherInnen im Gepäck.” (weiterlesen)

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Mittwoch 01.08.07, 18:53 Uhr

Mittelkürzung für die Biologische Station?

Die Bochumer Grünen kritisieren, dass der Etat der für Bochum zuständigen Biologischen Station östliches Ruhrgebiet um EUR 30.000 gekürzt werden soll: „Die Biologische Station leistet einen wertvollen Beitrag in der Umweltpädagogik, der Bürgerberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Mit der geplanten Kürzung wird der Umweltarbeit ein Bärendienst erwiesen. Auffangen kann die Biologische Station die Mittelkürzungen nur durch Entlassungen von Mitarbeitern und somit Einschränkung der Aufgaben. Gerade im Ballungsraum der Großstadt Bochum sind jedoch städteökologische Maßnahmen mit intensiver Bürgerbeteiligung Voraussetzung für einen erfolgreichen Naturschutz. Eine Schauparzelle zum ökologischen Gärtnern der Biologischen Station befindet sich in der ökologischen Kleingartenanlage ‘Kraut und Rüben’ in Hordel.” Im Wortlaut.

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Mittwoch 01.08.07, 14:00 Uhr

Offizielle Arbeitsmarktszahlen und soziale Wirklichkeit

In der heutigen WAZ ist zu lesen: »”Wir bewegen uns bei der Zahl der Arbeitslosen auf einem so niedrigen Stand, wie wir ihn in den letzten 15 Jahren nicht gesehen haben”, kommentierte Peter Heckmann, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Bochum, gestern die Zahlen für den Monat Juli.« Die Unabhängige Sozialberatung weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass dies falsch ist. Im gestern von Heckmann selber vorgelegte Arbeitmarktbericht ist auf Seite 5 nachzulesen, dass es im Juli 2001 mit 19.919 Erwerbslosen 1.641 weniger gab als derzeit.  Die Sozialberatung verweist ferner auf die  “Hartz IV-Opfer, deren Anzahl nahezu unverändert auf hohem Niveau verbleibt. Ihre Zahl ist in Bochum etwa doppelt so hoch wie die Zahl der ALG I – Beziehenden.” Weiter heißt es in der Pressemitteilung: »Neue“ Arbeitsplätze entstehen v.a. bei Zeitarbeitsfirmen und in Callcentern. Zu bescheidenen, kaum existenzsichernden Löhnen, in Callcentern sogar deutlich niedriger als in anderen Regionen. Schaut man sich dann auch noch die Zahl aller leistungsbeziehenden Erwerbsfähigen an, so fällt auf, dass ein Drittel davon gar nicht als „arbeitslos“ in der Statistik geführt werden.« Im Wortlaut.

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Mittwoch 01.08.07, 11:00 Uhr
Milchprodukte werden bis zu 50 Prozent teurer

DGB fordert sofortigen Ausgleich für arme Kinder

Der DGB schreibt: »In den kommenden Tagen sollen die Preise für Milchprodukte um bis zu 50 Prozent steigen. Nach den Aussagen der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft wird es einen Preisruck geben, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat. Als Hauptgrund für die anstehende Preiserhöhung werden Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt sowie Dürreperioden in Australien und Ozeanien angegeben.
„Da reichen keine Lamentos,“ sagt der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund, „zumindest für Kinder mit Hartz IV-Leistungen muss ein sofortiger Ausgleich geschaffen werden. Der tägliche Anteil für die Ernährung von 2,28 Euro für Kinder kann die Preiserhöhung keinesfalls auffangen. Milchprodukte sind für die Entwicklung von Kindern von besonderer Bedeutung. Die angekündigte Preissteigerung von 50 Prozent bedeutet für Kinder einen Verzicht um die Hälfte. Wir fordern sofortige Maßnahmen.“ (weiterlesen)

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Mittwoch 01.08.07, 10:00 Uhr
Schwarz-gelb will die Mitbestimmung schleifen:

Mobilisierung für die Demo am 8.8. in Düsseldorf

“Seit an Seit” mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und den Gewerkschaften des DGB will Die Linke.Bochum am 8. August gegen die geplante Änderung des Landespersonalvertretungsgesetzes vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf demonstrieren, während im Landtag die Anhörung der Verbände stattfindet. Dazu veranstaltet Die Linke in Bochum am Samstag, den 4. August, in der Zeit vom 11 – 14 Uhr in der Huestraße Ecke Kortumstraße einen Infostand.
“Als ungeheuerlich und arbeitnehmerfeindlich”, bezeichnet Anna-Lena Orlowski von Der Linken Bochum die Pläne der schwarz-gelben Landesregierung, die nach ihrer Auffassung das über Jahrzehnte bewährte Personalvertretungsgesetz zum Nachteil der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes massiv beschneiden will. „Das Ziel von CDU und FDP, den Personalabbau im öffentlichen Dienst zu beschleunigen und massiv Stellen abzubauen, ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen.“ Näheres.

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Mittwoch 01.08.07, 08:30 Uhr

Schulgottesdienst: Schwänzen grundgesetzlich abgesichert

Auf einem Seminar der Bochumer JungdemokratInnen/Junge Linken (JD/JL) zum Thema Staat und Kirche wurde kurz vor den Schulsommerferien deutlich, dass Schulleitungen und LehrerInnen an mehreren Bochumer Schulen eine erhebliche kleinkriminelle Energie aufbringen, um die Religionsfreiheit von SchülerInnen einzuschränken. Das Recht von religionsmündigen SchülerInnen (d. h. ab 14 Jahren), sich jederzeit formlos, ohne Begründung und ohne Genehmigung der Eltern vom Religionsunterricht abzumelden, wird an allen Schulen der SeminarteilnehmerInnen eingeschränkt. SchülerInnen werden z. T. zum Schulleiter zitiert und genötigt, ihre Entscheidung zu begründen oder es wird eine Bestätigung der Eltern angefordert oder es wird behauptet, dass eine Abmeldung vom Religionsunterricht im laufenden Schulhalbjahr nicht möglich sei. Ähnlich rechtswidrig werden SchülerInnen an vielen Bochumer Schulen gezwungen, am Schulgottesdienst teilzunehmen. Der aus der Weimarer Reichsverfassung übernommene Grundsatz garantiert im Grundgesetz: “Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.”
Ein internationaler Vergleich auf dem Seminar der JD/JL ergab: In aufgeklärteren freiheitlicheren Gesellschaften ist es undenkbar, dass Gottesdienste in staatlichen Einrichtungen wie Schulen überhaupt stattfinden.

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Mittwoch 01.08.07, 08:00 Uhr

Pflichtleistungen gegen Kinderarmut

In einem Brief an eine Reihe von Organisationen hat die Unabhängige Sozialberatung im Vorfeld der nächsten Ratssitzung und der nächsten Sitzung des Sozialausschusses beschrieben, wo Handlungsbedarf und -möglichkeiten angesichts der augenfälligen Kinderarmut in Bochum möglich sind. In dem Brief (im Wortlaut) heißt es u.a.:»Die Stadt Dortmund übernimmt komplett den Eigenanteil bei den Schulbüchern für arme Kinder. Oldenburg zahlt vorab 50 Euro jährlich für Lernmittel (zusätzlich zu den Schulbüchern), der Landkreis Dahme-Spreewald hat zur Einschulung eine einmalige Zuwendung in Höhe von 80 Euro eingeführt. Gute Beispiele gibt es viele.
“Kinder haben ein Recht auf Teilhabe und Gestaltung ihres Lebens. Sie dürfen nicht nur auf die Rolle der Empfänger von Wohltaten beschränkt bleiben”, sagte der Vorsitzende des internationalen Kinderhilfswerks World Vision, Wilfried Reuter, auf der Weltfriedenskonferenz in Bochum (WAZ 2. 7. 2007). Darum ist weitestgehend der Versuch zu unternehmen, die nötigen Leistungen als Pflichtleistung zu erbringen. Aufgaben für Wohltätigkeit werden genügend bleiben: Schulessen, Schokoticket, Sportvereine, usw. sind für arme Kinder unerschwinglich, selbst die ermäßigten Preise des „Bochum-Pass“ (Vergünstigungsausweis) für Stadtbücherei, Musikschule, Schwimmbäder, Theater … sind nicht aufzubringen.«

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