Goaliat
Im Oktober 2006 hatte ein Laden in der Oskar Hoffmann Straße eröffnet, der vorwiegend Sachen von Marken wie "Thor Steinar" oder "pro violence" verkaufte. Dies sind Modemarken, die in erster Linie rechtsextreme KäuferInnen bedienen sollen. Gegen diesen "Nazi-Laden" formierte sich Widerstand. Mit diesem Internet-Angebot wurden Informationen über Aktivitäten und Nachrichten zu diesem Laden dokumentiert.
Eine Stadtteil-Initiative von NachbarInnen des Nazi-Ladens, die u.a. von vielen Geschäftsleuten im Ehrenfeld, von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, dem Kinder- und Jugendring und dem Schauspielhaus unterstützt wurde, ist es gelungen, den Nazi-Laden zu vertreiben.

 
www.bo-alternativ.de - special:

Kein Naziladen in Ehrenfeld
...und auch nicht anderswo!

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Donnerstag 09.08.07, 21:10 Uhr

Goaliat-Kapitel noch nicht zu Ende

Offener Brief an Borussia Dortmund

Der Betreiber des ehemaligen Nazi-Ladens Goaliat in der Oskar-Hoffmann-Straße will oder kann offensichtlich noch nicht aufgeben. Mit dem Versuch, in Bochum einen Bekleidungsladen für Nazi-Mode zu etablieren, war er gescheitert. Er hatte daraufhin in Dortmund ein Ladenlokal gemietet, um dort sein Geschäft fortzusetzen. Nachdem er dort “entdeckt” worden war, organisierte sich ein ähnlich breiter und heftiger Protest, wie in Bochum. Er schloss seinen Laden wieder. Jetzt hat er das Geschäft wieder geöffnet.
In einem Offenen Brief der „Antifaschistischen Union Dortmund“ und des „Antifaschistischen Bündnis 28.03.“ wird nun Borussia Dortmund aufgefordert, dem Beispiel von Hertha BSC und Werder Bremen zu folgen und BesucherInnen, die Klamotten von Thor Steinar oder andere deutliche Nazi-Kleidung tragen, nicht ins Stadion zu lassen. Im Brief heißt es aber: »Wir sehen hier das große Problem, dass es paradoxerweise vor allem unter den Ordnern eine erhebliche Anzahl von Personen gibt, die selbst Kleidungsstücke dieser Firma tragen. Hier wird leider der Bock zum Gärtner gemacht, ein Verbot kann unter diesen Umständen nicht fruchten. Aber nicht nur Ordner tragen Marken des extrem rechten Lifestyles, auch zwei Mitarbeiter des Fanshops tragen „Thor Steinar“ Kleidungsstücke – während ihrer Arbeit für den BVB. Daher muss sich der Verein zunächst offensiv mit den eigenen Angestellten auseinander setzen.« Der Brief im Wortlaut.