Mittwoch 11.07.07, 14:00 Uhr

Freie Uni Bochum und Rektor stehen erneut in Verhandlungen

Die Freie Uni schreibt: »Die Gespräche zwischen VertreterInnen der Freien Uni Bochum (FUB) und der Leitung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) starten in die zweite Runde.
Ein halbes Jahr nach der Räumung des Querforums West (QFW) gingen diese Woche nun die ersten Strafbefehle bei den von der Räumung betroffenen Aktiven ein. Die VertreterInnen der FUB versuchen nun, in einem Dialog mit dem Rektor Elmar Weiler eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Der Rektor hat die Möglichkeit, eine Verurteilung der Studierenden seiner Uni zu verhindern, indem er die Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs zurückzieht.
Die Studierenden sind zuversichtlich, dass die Gespräche positiv verlaufen werden, da Rektor Weiler im Verlauf einer öffentlichen Senatssitzung im März, sowie in mehreren Gesprächen mit studentischen VertreterInnen zugesichert hatte, sein Möglichstes zu tun, um Schaden von den Betroffenen abzuwenden. “Der Rektor hat während der Besetzung immer wieder betont, dass er das politische Engagement seiner Studierenden schätzt” sagt Benjamin Bettinger von der studentischen Senatsfraktion. “Wir hoffen nun, dass Herr Weiler diese Worte ernst gemeint hat und die politischen Aktivitäten der Studentinnen und Studenten nicht unnötig kriminalisiert.”, so Bettinger weiter.
Die Aktiven der Freien Uni Bochum hatten das QFW von Mai 2006 bis Januar diesen Jahres genutzt, um zahlreiche Bildungsveranstaltungen anzubieten und den politischen Diskurs an der Uni kritisch zu begleiten. Die Universitätsverwaltung ließ das Gebäude Ende Januar polizeilich räumen, um darin ein Tutorienzentrum einzurichten. Zurzeit finden dort jedoch nur 2 Veranstaltungen pro Woche statt. Vor dem Hintergrund, dass das Querforum West nur noch sehr selten genutzt wird, erscheinen die Vorwürfe einer zweckentfremdeten Nutzung durch die Aktiven der FUB immer fragwürdiger. „Wir sollen nun dafür bestraft werden, dass wir das Bildungsangebot unserer Uni erweitert und bereichert haben“ klagt ein Student. „Uns drohen immense Geldstrafen, obwohl wir lediglich ein Gebäude genutzt haben, das jetzt die meiste Zeit leersteht.“, sagt der Student weiter.

 
 
 
 


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