Archiv - Mai 2007
IKEA in Harpen?
Die Soziale Liste macht am morgigen Samstag ab 10.30 Uhr auf der Marktplatz in Gerthe einen Infostand. Hier sollen Unterschriften “gegen die erneuten Fahrpreiserhöhungen des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) zum 1. 8. 2007 um 4 %, und die geplanten Einstellungen von Linien und die Verschlechterung von Zeittakten” gesammelt werden.
Die Soziale Liste wendet sich auch “gegen die kürzlich bekannt gewordenen Pläne des schwedischen IKEA-Konzerns, der in Harpen ein riesiges Einkaufszentrum auf der grünen Wiese bauen will. Mit dem Masterplan Einzelhandel wollte die Stadt Bochum eigentlich die City und die gewachsenen Stadtteilzentren stärken. Eine Zustimmung der Stadt für die IKEA-Pläne würde das Scheitern des Planes bedeuten.” Die Pressemitteilung im Wortlaut.
Militär und Krieg dürfen nicht Normalität sein
Mitglieder des Bochumer Friedensplenums und anderer antimilitaristischer Initiativen und Organisationen in Bochum haben heute den Einsatz der Bundeswehr bei der Agentur für Arbeit inspiziert. Die Bundeswehr versucht einmal im Monat, in den Räumen der Agentur für Arbeit Arbeitslose für den Militärdienst zu werben.
Erfreulich aus Sicht der Friedensbewegung war, dass sich fast niemand für die Bundeswehr interessierte. Dennoch soll der Militäreinsatz in der Bochumer Innenstadt in Zukunft unterbleiben. Dies wurde den Vertretern der Bundeswehr deutlich gemacht. Militarismus soll nicht zur Normalität werden. “Militär hat in zivilen Einrichtungen wie der Agentur für Arbeit nichts zu suchen.”
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Sevin Dagdelen erklärte in einer Pressemitteilung: “Vor allem jungen Arbeitslosen sollen hier für eine der drei Waffengattungen geködert werden. Die Perspektivlosigkeit am Ausbildungsmarkt und der zunehmende Druck auf Erwerbslose seit der verschärften Hartz IV Gesetzgebung lockt offenbar die Bundeswehr, immer offensiver für den ‘Job’ des Soldaten zu werben.”
“Dieses Vorgehen ist zutiefst empörend”, so Sevim Dagdelen, die Notlage von jugendlichen Arbeitslosen und Kunden der ARGE wird ausgenutzt, um die Nachwuchssorgen der Bundeswehr in den Griff zu bekommen.” (weiterlesen)
Konferenz der afrikanischen Initiativen und Vereine im Ruhrgebiet
Eine Konferenz afrikanischer Vereine und Gruppen im Ruhrgebiet findet am 5.Mai ab 10.30 Uhr im Falkenheim, Akademiestr. 69, statt. Ziel der Konferenz ist der Aufbau von Kooperationen zur Unterstützung von konkreten Projekten und Veranstaltungen. Näheres.
Tagung: “Georg Lukács: Kritiker der unreinen Vernunft”
Das Gesellschaftswissenschaftliche Institut Bochum (GIB) veranstaltet zusammen mit der Internationalen-Georg Lukács-Gesellschaft am 11./12. Mai an der Ruhr-Universität eine interdisziplinär ausgerichtete öffentliche Fachtagung mit dem Titel “Georg Lukács: Kritiker der unreinen Vernunft”. Die Tagung geht der Frage nach der Aktualität der Werke des ungarischen Theoretikers nach. Zum Programm der Tagung.
Warnstreik der IG Metall
In der Metall- und Elektroindustrie endete am letzten Samstag die Friedenspflicht. Bundesweit befinden sich daher seit Montag mehrere 10.000 ArbeitnehmerInnen im Warnstreik.
Auch in Bochum werden am morgigen Donnerstag ab 12.00 Uhr Warnstreiks in allen Metall- und Elektroindustriebetrieben stattfinden. Die erste Bevollmächtigte der IG Metall in Bochum Ulrike Kleinebrahm kündigte zwei Aktionen für Bochum an: Ab 12.00 Uhr gibt es eine Kundgebung am Tor 1 der Adam Opel GmbH, wo es zu einen um die Tarifauseinandersetzung und zum anderen um die Solidarität mit den Streikenden des Adam Opel Werkes in Antwerpen geht.
Im Rahmen der betrieblichen Arbeitsniederlegung plant die IG Metall des weiteren von zwei Treffpunkten aus einen Auto- und BikerKorso zum Arbeitgeberverband an der Königsallee 67. Ein Treffpunkt wird ab 12.30 Uhr der Parkplatz an der Alleestrasse am Jahrhunderthaus sein und ein weiterer Treffpunkt wird das Tor 1 von Opel am Opelring 1 sein. (weiterlesen)
“Es wird viel passieren…!”
Am Freitag, dem 4. Mai, findet um 18.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31 eine Mobilisierungs- und Informationsveranstaltung zu G8 Gipfel statt. Anfang Juni 2007 kommen bekanntlich die Staats- und Regierungschefs der acht größten Wirtschaftsnationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock zusammen. Aber auch Zehntausende Menschen werden von rund um den Globus zusammenkommen, um gegen die G8 demonstrieren und sich zu Aktionen zusammenfinden. In der Einladung für die Veranstaltung am Freitag heißt es: “Aus nahezu allen Spektren der globalisierungskritischen Bewegung wird zu Protesten aufgerufen. Die andere Welt wird sich unüberhörbar zu Wort melden und für eine Globalisierung von unten einstehen: für gleiche soziale, politische und kulturelle Rechte aller Menschen, für das Recht auf globale Bewegungsfreiheit, für einen verantwortungsvollen Umgang mit den weltweiten Ressourcen, für die Garantie öffentlicher Räume und Güter und für globale soziale Gerechtigkeit. (weiterlesen)
Tanz auf dem Vulkan
Am morgigen Donnerstag findet im Bahnhof Langendreer um 19.30 Uhr ein Vortrag von Felix Koltermann über den Nahostkonflikt aus friedenspolitischer Perspektive statt. In der Einladung heißt es: “Der Nahostkonflikt schwelt seit über 60 Jahren und außerhalb der Region geht zunehmend das Verständnis für seine Dimensionen und Hintergründe verloren. In der öffentlichen Beschäftigung tauchen immer wieder dieselben Bilder eines scheinbar unlösbaren und in einer Spirale der gewalttätigen Auseinandersetzungen versinkenden Konfliktes auf. Unter gehen dabei die persönlichen Schicksale der Menschen, sowie Projekte und Gruppen, die an einer gerechten und nachhaltigen Lösung arbeiten. Welche Ansätze es dazu gibt, was dies von uns in Deutschland erfordert und welche schwierigen Fragen dabei auftauchen, dem wird der eingeladene Referent in seinem Vortrag, den er mit Fotodokumenten anreichert, nachgehen. (weiterlesen)
Warnstreik bei der Telekom
150 Beschäftigte der Telekom beteiligten sich heute in Bochum an einem Warnstreik. Sie protestierten damit gegen die geplante Ausgliederung von mehr als 50.000 Arbeitsplätzen und die angedrohten Lohnabsenkungen um 40 Prozent,- während den AktionärInnen eine Dividende von 3 Milliarden Euro versprochen wird. In Bochumer und Herne sind nach Angaben von ver.di 1.500 Menschen bei der Telekom beschäftigt. Ein Sprecher von ver.di in Bochum ging davon aus, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Warnstreiks kommt und der Konzern nur durch eine Urabstimmung und einen Streik von seinen Plänen abgebracht werden kann. Näheres.
Schlagzeuge mitbringen
“Kennt ihr eine Band, die im Publikum spielt und selbiges auffordert mizumachen? Nein, wir schon! Ma Valise bieten ein solches Spektakel, bringt darum Rhythmus – Percussion – Instrumente mit!”, fordert Radio El Zapote seine Fans für das Konzert am Donnerstag, dem 3. Mai im Bahnhof Langendreer auf. Vor dem Konzert wird wieder über Protest und Widerstand gegen den G8 Gipfel im Juni in Heiligendamm informiert.
Zur Webseite von Ma Valise
Zur Webseite von Radio El Zapote
Zur Webseite des Bochumer G8-Plenums
Neue DKP-Zeitungen
Die Bochumer DKP hat zur Maikundgebung Sonderausgaben ihrer Zeitungen “Bochum Links” und “Linker Blinker” herausgegeben. Auf ihrer Webseite schreibt die DKP zu den Themen der Zeitungen: “Fast 13.000 oder ein Fünftel aller Kinder in Bochum leben nach ARGE-Angaben bereits jetzt in Armut, seit vor 2 Jahren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammengelegt wurden, um damit Steuergelder einzusparen. Das Problem wird wachsen, wenn beginnend in diesem Jahr 1700 Arbeitsplätze bei Opel abgebaut werden. Deshalb kann auch die Entscheidung, den Opel Astra im Gegenzug für große Zugeständnisse in Bochum zu montieren, keinen Jubel hervorrufen. Und ist Kinderarmut weniger schlimm, wenn sie in Antwerpen stattfindet?” Die Zeitungen online.
Internationale Aspekte von Privatisierungen
Am Donnerstag, den 3. Mai referiert ab 19.00 Uhr die Bundestagsabgeordnete Ulla Lötzer über internationale Aspekte der Privatisierung im ehemaligen Gemeindesaal der Christuskirche, Westring 26b. WASG und Linkspartei.PDS haben sie im Rahmen der Bochumer Veranstaltungsreihe gegen die G8 eingeladen. Auf der Webseite der Linkspartei heißt es: “Vielfach wird die neoliberale Globalisierungspolitik als Sachzwang dargestellt, der die Aufgabe von Sozialstandards, Reallohnsenkungen, den Abbau von Umweltstandards und die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge erfordere. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Regel zu sinkender Qualität und zu steigenden Preisen führen. (weiterlesen)
