Montag 14.05.07, 19:00 Uhr
Mittwoch, 16.5., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

TANIA – Mit Ché Guevara im bolivianischen Untergrund

Ulises Estrada aus Cuba zu Gast im Bahnhof mit seinem Buch

Ulises Estrada, dessen Lebensweg eng mit herausragenden Ereignissen der Weltgeschichte verknüpft ist, war Weggefährte von Ché Guevara und Zeitzeuge der cubanischen Revolution, die er mitgestaltet hat. Die Deutsche Tamara Bunke – “Tania la Guerillera” – bildete er für den Einsatz mit Ché in Bolivien aus. Anlässlich des 40. Todestages von Ché und Tania stellt Estrada seine Erinnerungen bei einer Lesereise in Deutschland vor. Bereits als junger Student ist Estrada gegen die Batista-Diktatur aktiv, nach dem Sieg der Rebellen kämpft er gegen die – z.T. von USA und CIA organisierten & finanzierten – Angriffe bis hin zur Söldnerinvasion in der Schweinebucht 1961. Beim Aufbau des revolutionären Cubas kreuzen seine Wege die von Tamara Bunke. Die Tochter jüdischer Kommunisten aus Deutschland, 1937 im argentinischen Exil geboren, kam 1961 zunächst als Dolmetscherin nach Cuba. Als Ché die Revolution auf Lateinamerika ausweiten will, schließt sie sich ihm an. Widerstand gegen Unterdrückung – diese Vorstellung ist für sie nicht außergewöhnlich: Groß- und Urgroßvater hatten in Rußland gegen den Zaren gekämpft, ihre Eltern leisteten im Berlin der Nazizeit Widerstandsarbeit in der Gruppe von Kurt Steffelbauer, ehe sie 1935 nach Argentinien emigrierten. Dort arbeiteten sie in der illegalen kommunistischen Partei mit, bis die Familie 1952 in den Osten Deutschlands zurückkehrte. Ulises Estrada bereitet Tamara Bunke auf ihren Einsatz in Bolivien vor, nach ihrer Rückkehr wollen sie heiraten.
Der Kampf in Bolivien scheitert, Ché und Tanja finden dort 1967 den Tod. Anlässlich des 40. Todestages werden Estrada Erinnerungen nun auch auf deutsch veröffentlicht. Der Kampf- und Lebensgefährte schreibt mit großer Offenheit über „Tania la Guerrillera“. Bei seiner Buchvorstellung will er jedoch nicht ausschließlich auf die 1960er Jahre zurückzuschauen, sondern insbesondere auch über die aktuellen Entwicklungen in Lateinamerika diskutieren.
Bei der Veranstaltung mit dem Bochumer Arbeitskreis Lateinamerika ist für Übersetzung gesorgt, Eintritt wird nicht erhoben.

 
 
 
 


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