Archiv - März 2007
Planung des Querforums ohne Studierende
Die Ruhr-Uni hat auf ihrer Webseite die Ausbaupläne für das Querforum West vorgelegt. Das Gebäude war acht Monate lang von der “Freien Uni” genutzt worden. Ende Januar 2007 ließ Uni-Rektor Weiler das Gebäude gewaltsam durch die Polizei räumen. In der Überschrift der Presseerklärung zur Räumung stand zu lesen: »Rektor Weiler: “Wir wünschen uns, dass Studierende mitwirken”« In der Erklärung hieß es dann weiter: »Mit dem Ende der widerrechtlichen Besetzung des Querforums West ist der Weg frei, im Querforum West einen zusätzlichen, zentralen Ort für Tutorien einzurichten. In die Planungen werden gewählte, offizielle Vertreter der Studierenden, also die Fachschaften und der AStA, soweit sie daran mitwirken wollen, einbezogen.«
Über die nun vorgelegten Planungen hat die Uni-Leitung bis heute keine Gespräche mit den Studierenden geführt.
Endstation zeigt: Unser täglich Brot
Ab Donnerstag, 8. März, läuft täglich um 19.30 Uhr im Kino endstation der Film “Unser täglich Brot”. Er wurde zwischen 2003 und 2005 von Nikolaus Geyrhalter in verschiedenen europäischen Ländern gedreht. Wikipedia schreibt: “Der Film wirft einen kritischen Blick auf die Massenproduktion von Lebensmitteln. Er kommt dabei ganz ohne Sprache oder Ortsangaben aus und überlässt damit dem Zuschauer die Bewertung des Gesehenen. Es werden unkommentierte Filmaufnahmen von der Züchtung bis zur Schlachtung von Tieren, sowie der industriellen Anpflanzung und Ernte von Obst und Gemüse gezeigt. Auf die exzessive Verwendung von Pestiziden und die Behandlung von Tieren als Ware (z. B. durch die maschinelle Auslese und Verpackung von lebenden Küken wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Zwischen die Szenen wurden Aufnahmen von den Arbeitern in den Fabriken und Plantagen geschnitten, die diese bei ihrer Mittagspause zeigen.”
Weitergehen! Zwei Schritte vor. Keinen zurück.
Der DGB schreibt: »Die DGB-Kreisvorsitzende, Monika Ludwig, erklärte anlässlich des Internationalen Frauentages heute in Bochum: „Um das diesjährige Motto aufzugreifen, zwei Schritte sind wir im vergangenen Jahr zwar weitergekommen, denn die Große Koalition hat endlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz beschlossen und auch das frisch eingeführte Elterngeld kam unseren langjährigen Forderungen in Teilen entgegen. Aber der Weg zur Gleichstellung der Frauen in Beruf und Familie ist noch lang.“
Zunächst einmal fordern die Frauen im DGB, den gleichen Zugang zu Karriere- und Weiterbildungschancen sowie eine Entgeltgleichheit. Dazu Monika Ludwig: „Es ist kaum zu glauben, aber von Jahr zu Jahr wächst leider der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen. Selbst wenn genau hingeschaut wird, dann beträgt der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern immerhin noch 12 Prozent.“ (weiterlesen)
„Migrantinnen: Frauenleben in Deutschland“
Bochumer Migrantinnen laden zusammen mit DIDF am 9. März um 18.30 Uhr in den Bahnhof Langendreer ein, um “über das Leben von Frauen (nicht nur) in Bochum zu reden, Meinungen auszutauschen und sich bei Problemen zu helfen.” Deniz Sert- Çelik (Bochumer Rechtsanwältin), Pelin Şener (Vorstand Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland) und Dagmar Wolf (Nord-Süd Büro im Bahnhof Langendreer) werden eine kurze Einleitung in das Thema geben. Für Musik, Tee, Kaffee & Kuchen ist gesorgt, auch ein kurzer Film wird gezeigt. In der Einladung heißt es: »”Wir wollen Brot und Rosen!”Mit dieser Forderung streikten im Frühjahr 1857 Textilarbeiterinnen in New Yorck für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und für den 10-Stundentag; seit dem gilt der 8.März als Internationaler Tag für Frauenrechte. (weiterlesen)
“Verhüllte Freiheit”
Im Rahmen der Bochumer Frauenwochen zeigt MIRA am Dienstag, den 13. März um 19.00 Uhr den Film “Verhüllte Freiheit” von Andrea Lötscher. Der Film lässt Muslima zu Wort kommen, die sich bewusst für oder gegen das Kopftuch entschieden haben. Ihren Überlegungen werden Zitate des Korans und die Aussagen einer islamischen Religionswissenschaftlerin gegenübergestellt.
Auf der Webseite von Mira heißt es: “Am Kopftuch scheiden sich die Geister wie an keinem anderen Kleidungsstück. Für die einen ist es Symbol für Unterdrückung und Fundamentalismus, für die anderen eines für Freiheit und der Zuwendung zu Gott.”
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit der Regisseurin. Veranstaltungsort: MIRA, Internationales Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und Mädchen e.V., Am Westring 43.
Cuba im Zerrbild der Medien
Der Arbeitskreis Lateinamerika lädt am Mittwoch, 7.3., um 19.30 zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein unter dem Titel: „Helden der freien Welt- Cubas Dissidenten “. ReferentInnen sind Renate und Ulrich Fausten vom Vorstand der „Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba“, die ihr gleichnamiges Buch vorstellen werden. In der Einladung heißt es: “2003 enttarnten sich einige cubanische Agenten, die für den Geheimdienst ihres Landes systemfeindliche Gruppen auf der Insel infiltriert hatten. Gleichzeitig wurden landesweit 75 Menschen verhaftet und z.T. zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt, letzteres machte sie für westliche Medien quasi automatisch Menschenrechtskämpfern. Renate und Ulrich Fausten untersuchen selten gestellte Fragen nach Hinter- und Beweggründen sowie nach Protegés. Darüber hinaus werden auch Vorgehen und Finanzierung der Medien thematisiert, die sich an politischen Kampagne gegen Cuba beteiligen oder einspannen lassen.”
Viterra->Annington->Gagfah
Das seit Samstag kursierende Gerücht (siehe Reuters-Meldung), dass aus Annington und Gagfah Europas größter Wohnungsimmobilen-Gigant geschmiedet werden soll, werden offensichtlich nicht dementiert. Der WDR meldet heute: “Die Finanzinvestoren Terra Firma und Fortress denken über ein Zusammengehen der beiden größten deutschen Immobiliengesellschaften nach. Damit entstünde der größte Wohnungskonzern Europas. Der britischen Terra gehört die Deutsche Annington, die von Bochum aus 230.000 Wohnungen kontrolliert. Die US-Firma Fortress wiederum ist Großaktionär bei der Gagfah, die sie im vergangenen Jahr mit ihren 170.000 Wohnungen an die Börse brachte. Mieterverbände befürchten durch die Fusion erhebliche Nachteile für zehntausende Mieter.”
Eingeschlagene Scheiben im Audimax
Die Ruhr-Uni berichtet auf ihrer Webseite: »Unbekannte Täter haben am Wochenende elf Fensterscheiben am Audimax mit Pflastersteinen zerstört. Zudem haben sie auf einem Fenster den Schriftzug “Gebühren brechen” aufgemalt. Die Ruhr-Universität hat Strafanzeige erstattet.«
Die Linke.PDS-Ratsfraktion: Druckfrische Einblicke
Die Linke.PDS-Ratsfraktion hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung “Linke.Einblicke” herausgebracht. Ihre Themen sind diesmal: Der Internationale Frauentag, Feinstaub & Umweltzonen, die ARGE, der Bochumer Haushalt, der Naziladen Goaliat und die Ausstellung “Mit der Reichsbahn in den Tod”. Die “Einblicke” gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linkspartei.PDS (Willy-Brandt-Platz 1-3) und elektronisch als PDF-Datei.
Themen: Lohnkämpfe, Entgeltrahmenabkommen, Arbeitskämpfe
Die GoG, Gegenwehr ohne Grenzen, ist eine parteiunabhängige Gruppe bei GM/Opel in Bochum. Im aktuellen GoG-Info wird auf der Titelseite der anstehende Lohnkampf thematisiert: “Was spricht für einen besseren Abschluss der Tarifrunde? 1. Zurecht sind viele sauer: die Manager und Aktionäre zocken ab wie lange nicht. Sind wir denn blöd? Schnauze voll von Verzichtsvereinbarungen mit weniger Knete und längerer Arbeitszeit, Auslagerungen, Leiharbeit, Hartz IV und trotzdem Arbeitsplatzabbau ohne Ende! [...] 2. Auch die, die oben Regie führen, haben Ängste: – Die IGM-Führung weiß, dass das Vertrauen der Mitglieder gesunken ist, dass viele ausgetreten sind. Sie sind unter Druck, ein gut verkaufbares Ergebnis hinzukriegen!”
Ein weiteres Thema ist das Entgeltrahmenabkommen, seine Folgen und Proteste. Ferner wird über Arbeitskämpfe in den General Motors Werken in Polen und Belgien berichtet. Das aktuelle GOG-Info als PDF-Datei.
“Mein Recht auf Sozialleistungen und Arbeitslosengeld II”
Am Dienstag, 6. März, startet um 18.30 Uhr ein sechswöchtiger kostenfreier Kurs an der Volkshochschule, der Wissenswertes über die aktuellen Sozialgesetze vermittelt. Auch das Problem zu hoher Wohnungskosten wird besprochen.
In der Einladung heißt es: “Die neuen Sozialgesetze haben viel Verunsicherung gebracht. Folge: Viele Menschen nehmen ihnen zustehende Leistungen, auch ergänzende laufende Unterstützung oder einmalige Leistungen, nicht in Anspruch. Andere lassen sich in Abhängigkeiten von Angehörigen oder Partner/innen drängen, ohne tatsächlich gegenüber diesen Menschen einen Unterhaltsanspruch zu haben.”
Kursleiter ist Norbert Hermann von der Unabhängigen Sozialberatung in der Rottstr. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der VHS über Tel. 910 – 1555 unter der Kursnr. 14000.
Fiesta Cubana im Bahnhof Langendreer
Das große Fest der “Humanitären Cuba Hilfe (HCH)” am Anfang des Jahres ist inzwischen schon gute Tradition im Bahnhof Langendreer. Geboten werden neben Informationen auch Unterhaltung mit Musik & Show. Leckeres Essen und inseltypische Coctails sorgen für gute Stimmung. Beginn ist am Sonntag, dem 11. März um 16.00 Uhr im Banhof Langendreer. Die HCH stellt sich selbst in einer ca. 30-minütigen Präsentation dar und berichtet über die aktuelle Situation und Perspektiven der Vereinsprojekte in Cuba. Es folgen dann u.a. Salsa-Disco, Tanzshow, der Film “Comandante” und das kubanische “Duo Ocasional”. Als abendlicher Höhepunkt bietet die multinationale “almost female” besetzte Band Jazminas ihr Programm ‚corazon cubano’ afro-cubanisch geprägte Salsa Musik. Das vollständige Programm.
Armes Bochum
Dieter Greese, der Vorsitzender des Kinderschutzbundes NRW, hat am 12.2. auf dem “Blauen Heinrich”, dem Neujahrsempfang des Bochumer DPWV, davon gesprochen, dass ca. 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Bochum in Verhältnissen unter der Armutsgrenze leben.
Die Unabhängige Bochumer Sozialberatung hat die offiziellen Zahlen der Stadt und der Bundesagentur für Arbeit durchforstet und kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl noch höher liegt. Das statistische Jahrbuch der Stadt Bochum für 2006 weist eine Zahl von 43.787 Kindern unter 15 Jahre aus. Nach den Angaben der aktuellen Hartz IV-Statistik (2/07) der Bundesagentur für Arbeit leben in Bochum 10.530 Kinder unter 15 Jahren von Hartz IV. Das sind schon mehr als 24 Prozent. Hinzu kommen noch weitere arme Kinder, die statistisch nirgendwo auftauchen. (weiterlesen)
Ausstellung: Madonna schaut über‘n Teich!
Im Rahmen der Bochumer Frauenwochen zeigt die Beratungsstelle für Prostituierte Madonna in Kooperation mit der VHS Bochum Ausstellung “Madonna schaut über‘n Teich! – Prostitution in den USA und Kanada”. Die Ausstellung wird am 12.3. um 17.00 Uhr mit einer Lesung eröffnet: “It´s my life” – Hurengeschichten.
Mit dem Film: “McCabe and Mrs. Miller” wird die Ausstellung am Freitag, 30. März, 19.00-22.00 Uhr im Clubraum der VHS beendet. Näheres
Wie man aus mehr weniger machen kann (oder umgekehrt?)
3.600 joblose Menschen weniger gibt es in Bochum als noch vor einem Jahr, frohlockt die Bochumer Arbeitsagentur. Und das, obwohl in Bochum in den letzten Jahren tausende Arbeitsplätze verloren gingen. Im letzten Jahr etwas weniger – nur 0,3 Prozent von zuletzt 110.411 Stellen (laut Bericht der Bundesagentur für Arbeit „Kreise und Träger“ vom Februar 2007 – Stand:10/2006) „Wo sind sie geblieben?“ kann mensch da nur fragen. Arbeit gefunden haben können sie nicht, davon ist eher weniger vorhanden. Bleibt nur noch:
1. einfach sterben; ist schlecht. Besser wegziehen.
2. 1-Euro-Job. Bereinigt die Statistik, zählt aber nicht als sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz – da sollte doch mal nachgebessert werden!
3. Arbeitsgelegenheit in sozialversicherungspflichtiger „Entgeltvariante“ – ist besser; i.d.R. mehr Kohle, deutlich höhere Rentenbeiträge, aber: kostet den Bund, entlastet die Kommunen. Nix für die Arbeitsagentur. (weiterlesen)
Demonstration gegen Nazi-Laden
Das Politcafé Azzoncao schreibt, dass die Demonstration am 17. 3. unter dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“ um 14:00 Uhr am Husemannplatz beginnen soll. Ein Aufruf und ein Plakat liegen mittlerweile als PDF-Datei vor. Näheres.
Demonstration gegen die Zerschlagung der kommunalen Unternehmen
Die CDU/FDP Landesregierung beabsichtigt, mit einer Änderung der Gemeindeordnung öffentliche Unternehmen wie die BOGESTRA oder die Stadtwerke drastisch in ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten zu beschränken. Kommunale Unternehmen sollen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben nur noch tätig werden dürfen, wenn, „ein dringender öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert und der öffentliche Zweck durch private Unternehmen nicht ebenso gut und wirtschaftlich erfüllt werden kann. Gegen diese beabsichtigte Beschränkung der kommunalen Wirtschaftsunternehmen hat sich die Initiative “Kommunalwirtschaft stärken – Zukunft der Städte sichern” gebildet. Zum Bündnis gehören der “Deutsche Mieterbund NRW e.V.”, der “Städtetag NRW”, der “Städte- und Gemeindebund NRW”, der “Verband deutscher Verkehrsunternehmen NRW” (VDV), der “Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen” (VdW), der “Verband kommunaler Unternehmer” (VKU) und ver.di in Nordrhein-Westfalen. Am kommenden Mittwoch, den 7. März soll mit einer Großdemonstration vor dem Düsseldorfer Landtag gegen die Zerschlagung der öffentlichen Unternehmen protestiert werden. Allein aus Bochum werden mindestens 55 Busse nach Düsseldorf fahren. Abfahrt der Busse ist um 8.00 Uhr. Näheres ist auf der Webseite von ver.di zu finden.
Nachlese zur Ratssitzung
“Im fernen Mali muss ich lesen, dass die Stadt Bochum offenbar glaubt, im Faber Lotto gewonnen zu haben! Same procedure as every year? Oder ist es diesmal wirklich ernst?” fragt Gabriele Riedl, die 1999 – 2004 Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion die Grünen im Rat der Stadt Bochum war, in einem LeserInnenbrief.
Gewohnt ausführlich berichtet die Linksfraktion.PDS über die Ratssitzung unter der Überschrift “Schwarzer Tag für Bochum”. Neben den “Millionengräbern Konzerthaus und RuhrCongress wird auch noch über die Punkte “Verkaufsoffene Sonntage”, “Städtische Beteiligung an Kohlekraftwerk” und “ARGE-Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen” informiert. Zum Bericht. Die Linkspartei PDS hat auch die Rede ihres Fraktionssprechers Ernst Lange zum Thema Konzerthaus dokumentiert.
Die Rede von Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste kann ebenfalls nachgelesen werden. Er sieht eine “große Koalition für finanzielle und kommunale Abenteuer!”
Die Stadt Bochum hat den Ratsbeschluss exponiert auf ihrer Webseite veröffentlicht und schreibt: “Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 29,2 Millionen Euro, der städtische Anteil beträgt 15 Millionen Euro.” Diese Aussage wird bo-alternativ.de sicherlich noch häufiger dokumentieren.
DGB: Rentenkürzungen bis 14,4 Prozent drohen
Nach der aktuellen Statistik der örtlichen Arbeitsagentur suchten im Februar 6.030 Menschen über 55 in Bochum erfolglos Arbeit. 150 mehr als im Dezember 2006. Arbeitsplätze für Ältere gibt es in der Region kaum. „Schon heute halten zwei Drittel nicht bis 65 durch. Sie sind gesundheitlich fertig. Und das heißt: Abschläge! Umso mehr, wenn es die Rente erst mit 67 gibt. Wer mit 63 geht, muss mit einer lebenslangen Rentenkürzung von 14,4 Prozent leben, “ weist der DGB Vorsitzende Michael Hermund auf die Konsequenzen des in der nächsten Wochen im Bundestag zur Verabschiedung vorliegenden Gesetzentwurfes hin.
„Die Begründung, die Rente mit 67 sei notwendig wegen der Demographie, ist eine Lüge“, behauptet Hermund, „Durch die Steigerungen der Produktivität wird der Effekt der demographischen Entwicklung mehr als ausgeglichen.“ Professor Rürup geht von einer Produktivitätssteigerung von 1,8 Prozent pro Jahr aus. Würde der erarbeitete Reichtum, auf alle, vom Baby bis zum Rentner gleichmäßig verteilt, würde er 2030 für jeden 38.000 Euro betragen. Etwa 35 Prozent mehr als 2006. „Trotz Demographie! Wo ist da eigentlich das Problem?“ fragt sich der DGB Vorsitzende.
Die Verteilung sei der Haken! Der wirtschaftliche Erfolg der Steigerung der Produktivität schlage sich immer zunächst in den Unternehmen durch verbesserte Gewinne nieder. Erst durch höhere Löhne und Gehälter flössen die Produktivitätsgewinne der breiten Bevölkerung zu.
„Politiker, die von Überalterung und Demographie reden, haben sich längst auf eine beständige Umverteilung von unten nach oben eingestellt. Ein Verteilungskonflikt wird zum scheinbaren Sachzwang, er wird zu einem demographischen Problem erklärt“ weist Hermund auf die aktuelle Debatte hin, „wer die Verteilungsfrage kaschieren möchte, redet möglichst viel von Demographie.“ (weiterlesen)
La Troba Kung-Fu
Radio El Zapote schreibt zu diesem Konzert: “Nein, hier wird nicht über eine neudefinierte Kampfsportart dem Zeitgeist entsprechend gesprochen, sondern über ein höchst interessantes Projekt bekannter musikalischer Dinosaurier von Amparanoia, Dusminguet, Macaco oder Ojos De Brujo! Nachdem Dusminguet sich 2003 auflösten, entschloss sich ihr Sänger & Akkordeonist Joan Garriga, Ausschau zu halten nach einer Band, die seinen Vorstellungen von musikalischen Einflüssen aus aller Menschen Ländern entsprach. Dieses ist ihm eindrucksvoll mit La Troba Kung-Fu gelungen!
So nimmt die Band das Publikum mit auf eine musikalische Rundreise durch verschiedene Genres von RumbaCatalan über Reggae, Cumbia bis hin zu Salsa, Vallenato und Rock!
Immer rhythmisch und sehr tanzbar mit einer fantastischen Live-Performance!” (weiterlesen)
