Archiv - Januar 2007

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Mittwoch 31.01.07, 22:35 Uhr
Sonntag, den 04.02., 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Halle, Radio El Zapote präsentiert:

COSTO RICO (Barcelona)

Radio El Zapote schreibt zu diesem Konzert: “Mit COSTO RICO und ihren erwärmenden karibischen Klängen bringen wir einen der Mestizo-Toppacts Barcelonas wieder auf die Bühne des Bhf.-Langendreer. COSTO RICO sind mittlerweile eine der angesagtesten Bands, der für ihre Kreativität und Tanzbarkeit bekannten Mestizo-Szene Barcelonas. Die 9-köpfige Combo um Sängerin Meri fusioniert in ihrer Musik Reggae und Ska mit Rumba, Funk,Salsa, Samba sowie karibischen Einflüssen. Eine wahre Perle musikalischer Schönheit, die zum Tanz einlädt ! Nachdem Manu Chao 2001 Kenntnis von Costo Rico bekam, war es nur eine Frage der Zeit, wann sie erfolgreich sein würden. So erschien die Band auf dem von Manu Chao lancierten LA COLIFATA-Sampler, auch konnten sie einen track auf ” Barcelona-Zona Bastarda ” bei-steuern! Der internationale Durchbruch gelang Costo Rico mit ihrer Cd ” El Patio ” in 2004, dem dann im Winter 2005 ” Cosas Ricas ” folgte. Getourt wurde daraufhin überall in Europa sowie Australien und Japan!” (weiterlesen)

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Mittwoch 31.01.07, 14:49 Uhr

High Noon an der Ruhr-Uni.

Ein Kommentar zur Pressekonferenz von Rektor und Polizei

Polizei und Rektor hatten heute um 12.00 Uhr zum Pressetermin geladen. Nachdem die Polizei am frühen Morgen mit 150 BeamtInnen ein Loch in die Rückwand des Querforums gerissen hatte und zur ihrer Überraschung feststellen mussten, dass die zehn Anwesenden in der Freie Uni ohne jeglichen Widerstand das Gebäude räumten, war ein gewisser Rechtfertigungsdruck für den massiven Polizeieinsatz erforderlich. Doch statt die Polizei möglichst schnell von der Uni zurückzuziehen, entschloss sich die Einsatzleitung für das Gegenteil. Den JournalistInnen sollte offensichtlich suggeriert werden, dass es sich um eine ganz, ganz gefährliche Geschichte handelt. Für die Pressekonferenz wurde eine halbe Hundertschaft der Polizei im und um das Verwaltungsgebäude der Uni postiert. JournalistInnen mussten sich ausweisen, um in das Rektorat zu gelangen. So ungefähr stellt man sich Pressearbeit in einer Militärdiktatur vor.
Weit und breit war kein Protest zu sehen. Das Polizeiaufgebot schaffte es lediglich, eine Vertreterin der Freien Uni daran zu hindern, ihre Presseinformation an die anwesenden JournalistInnen zu verteilen.
Der Rektor der Uni wiederholte dann vor der Presse, was er zuvor schon auf der Webseite der Ruhr-Uni veröffentlicht hatte. Die Freie Uni sei für ihn: “Ein unhaltbarer Zustand!”
Der Einsatzleiter der Polizei mühte sich, das Großaufgebot der Polizei und die Zerstörung der Rückwand des Querforums zu rechtfertigen. Blumig schilderte er, wie das Querforum von den BesetzerInnen mit Balken verbarrikadiert worden sei. Er wollte den JournalistInnen ernsthaft erzählen, dass ein Gebäude, das auf der Vorderseite aus einer mehr als 30 Meter breiten und 6 Meter hohen Glasfront besteht, zu verbarrikadieren sei. Das polizeiliche Großaufgebot sei also gerechtfertigt gewesen.
Rektor Weiler und Kanzler Möller versuchten schließlich die Geschichte der Besetzung des Querforums neu zu schreiben. Sie wollten darstellen, dass die Uni-Leitung von Anfang an geduldig mit der FUB verhandelt hätte. Erst auf Nachfrage räumte sie ein, dass es vor dem Amtsantritt des Rektor Vereinbarungen zwischen Freier Uni und dem Studierendenwerk AKAFÖ über die Nutzung des Querforums gegeben habe. Die Feueralarme mussten dann wieder als Grund für die Räumung herhalten. Dass dies u.a. seine Ursache in der vom Rektor angeordneten Abschaltung des Heizung hatte, wurde nicht erwähnt. Nach 22 Minuten war die best geschützte Pressekonferenz in der Geschichte der Ruhr-Uni beendet. Keine weitere Fragen.
Eine Stellungnahme der Freien Uni zur Polizeipräsenz an der Uni. Ein Bericht auf Indymedia.

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Mittwoch 31.01.07, 10:26 Uhr

Kritik am Rektorat der Ruhr-Uni wächst

Der AStA der Ruhr-Uni hat nach der gewaltsamen Räumung der Freien-Uni die Kompetenz des derzeitigen Rektors in Frage gestellt. Das Protestkomitee gegen Studiengebühren hat bereits den Rücktritt des Rektors gefordert. Auch unter den HochschullehrerInnen wird inzwischen offen darüber diskutiert, ob es glücklich ist, dass das Rektorat nur von männlichen Naturwissenschaftlern und Ingenieuren besetzt ist. Viele Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen der Uni fühlen sich in ihren Befürchtungen bestätigt, dass eine solche Uniführung mit der Lösung sozialer Konflikte überfordert ist.
„Es ist bezeichnend, dass die Leitung einer Universität mit knapp dreißigtausend Studierenden offensichtlich nicht in der Lage ist, die Situation friedlich durch Verhandlungen zu lösen“ kritisiert die AStA-Vorsitzende Stefanie Konetzka. „Dass das Rektorat sich nicht anders zu helfen weiß, als die Polizei auf den Campus zu holen, wirft Fragen über die Kompetenzen Rektor Weilers als Verantwortlichen für mehrere Tausend Studierende auf“ so Konetzka weiter. Die Erklärung des AStA im Wortlaut.
Weitere Stellungnahmen: von der Bundestagsabgeordneten Hirsch, von der Linkspartei Bochum, von der Sozialen Liste, von der WASG-NRW, von der Bundestagsabgeordneten Dagdelen, von der WASG – Kreisverband Bochum/Herne, Gemeinsame Presseerklärung des Allgemeinen Studierendenausschusses der Freie Universität Berlin (AStA FU) und des ReferentInnenRates der Humboldt Universität zu Berlin.

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Mittwoch 31.01.07, 10:04 Uhr

Alle in der Freien Uni Festgenommenen sind wieder frei

Die zehn BesucherInnen, die heute früh in der Freien Uni von einem Großaufgebot der Polizei festgenommen wurden, befinden sich wieder in Freiheit. Während der Festnahme ist es zu keinerlei Übergriffen oder körperlichen Gewaltanwendungen der Polizei gekommen.

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Mittwoch 31.01.07, 07:33 Uhr
Aufruf: "Heute Abend findet ab 18:30 Uhr eine Demo ab Bochum Hbf statt. Kommt alle!"

Polizei stürmt Freie Uni Bochum

Am Mittwoch morgen gegen 5:30 hat eine Polizei-Hundertschaft die Freie Universität Bochum umstellt und ist anschließend in das Gebäude eingedrungen. Einige Personen, die zu dieser Morgenstunde schon im Gebäude waren, sind von der Polizei vom Campus abtransportiert worden. (Bilder von der gewaltsamen Räumung der FUB)
“Für diese skandalöse Nacht- und Nebelaktion gegen Studierende, die friedlich ihr Recht auf Protest an der Uni wahrgenommen haben, ist Rektor Elmar Weiler direkt und persönlich verantwortlich”, sagt Katharina Teiting von der Freien Uni. “Der Einsatz von Polizeigewalt ist die Folge der absoluten Verhandlungsunfähigkeit der Bochumer Uni-Leitung.” Rektor Weiler weigert sich sogar zur Stunde, mit VertreterInnen der Freien Uni und des AStA zu sprechen.
Martin Ströhmeier vom AStA der Ruhr-Uni: “Was hier passiert ist ein politischer Skandal. Die Polizei greift zu Gewalt und hindert die gewählte Vertretung der Studierendenschaft, ihr Amt wahrzunehmen. Das alles ist offensichtlich von Rektor Weiler sanktioniert. Selbst vor den AStA-Büros haben sich Polizisten postiert. So richtet die Leitung der Ruhr-Uni die Demokratie zu Grunde.”
Am heutigen Abend sollte im Querforum West eigentlich ein großes Treffen von Fachschaften und studentischen Initiativen stattfinden, die derzeit ein studentisches Nutzungskonzept für das Gebäude ausarbeiten. “In den vergangenen Tagen haben sich viele Gruppen an der Entwicklung eines studentischen Nutzungskonzeptes beteiligt. Dadurch, dass ausgerechnet am morgen vorher das Gebäude geräumt wird, soll das breite Treffen offensichtlich verhindert werden”, so Teiting weiter. “Das kann man nur als bewussten Schlag gegen die studentische Selbstorganisation an der Ruhr-Uni verstehen.” (weiterlesen)

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Mittwoch 31.01.07, 06:46 Uhr

Polizei räumt Freie Universität Bochum – Solidarität: “Kommt alle zur Universität!”

Mehrere hundert Polizisten haben heute morgen (kurz vor 5 Uhr) die Freie Universität und andere Gebäude der Universität umstellt und die Freie Universität (FUB) geräumt. Sechs Personen sind verhaftet worden. Ohne Durchsuchungsbefehl ist die Polizei ebenfalls in den AStA eingedrungen. Mehr als 50 Menschen haben sich schon aus Solidarität vor dem Gebäude MA (Süd) versammelt, um gegen die Räumung zu protestieren. Ein Sprecher des AStAs ruft zum sofortigen Protest auf: “Kommt alle zur Universität”. Sobald mehr bekannt ist, wird die Redaktion berichten.
Radio 98.5 spricht von 10 Personen, die aus dem Gebäude der FUB vorläufig festgenommen wurden.

aktuelle Termine der FUB:

  • 15:00 Uhr FUB-Sonderplenum zur Räumung vor der Freien Uni Bochum (Querforum West)
  • 17:30 Uhr im AusländerInnenzentrum der Ruhr-Uni: Konzepttreffen zur studentischen Nutzung des Querforum Wests mit VertreterInnen von Fachschaften und studentischen Initiativen
  • 18:30 Uhr Demonstration für studentische Freiräume und gegen die Gewaltsame Räumung der Freien Uni am HBF Bochum (18 Uhr Treffpunkt am AStA)
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Dienstag 30.01.07, 22:30 Uhr

Nazis & Versteckspiel

Im Sozialen Zentrum informierte heute Abend Jürgen Peters vom Bildungsforum Rheinland auszugsweise über die mehr als 120 bekannten Symbole und Codes, die verschlüsselt oder offen eine rechte politische Orientierung ausdrücken sollen. Sie sind für Außenstehende meistens nicht erkennbar. Sie sind mehr als nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte: Sie vermitteln ein Gruppengefühl und sie transportieren eine eindeutige politische Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als komprimierte Darstellungen der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Zugehörigkeit, oder ist bei jugendlichen TrägerInnen erst einmal ›nur‹ Ausdruck eines Gefühls. Das ›sich rechts fühlen‹ steht im Vordergrund und schließt einen ausformulierten politischen Inhalt nicht zwingend mit ein.
Die wichtigsten Elemente des Vortrages und einige weitere Details sind im Internet veröffentlicht unter: http://www.dasversteckspiel.de

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Dienstag 30.01.07, 16:08 Uhr

Wahlen an der RUB: Linke Plakate werden gerissen

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG), die zu den diesjährigen Wahlen u.a. mit einem Plakat mit zerschlagenem Hakenkreuz wirbt, beklagt in einem heute veröffentlichten Brief an den Rektor, dass insbesondere Plakate links-gerichteter Gruppen massiv gerissen werden. Ähnliche Erfahrungen werden von der alternativen liste und der Linken Liste berichtet.
Die GHG sieht dies im Zusammenhang mit einem sich verstärkenden rechten Gedankengut in der Gesellschaft und an der Uni. Als Ausdruck davon sehen sie u.a. die Burschenschaften. In deren Umfeld befänden sich “selbst gewählte Mitglieder des Studierendenparlaments von Liberaler Hochschulgruppe (LHG) und vom Ring Christlich Demokratischer Studenten (rcds)”.
Die GHG fordert daher alle Uni-Angehörigen zu verstärktem Engagement gegen rechts auf. Vom Rektor verlangen sie ein Verbot aller Burschenschaften an der Ruhr-Uni. Der Brief im Wortlaut.

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Dienstag 30.01.07, 13:00 Uhr
DGB-Jugend und GEW laden zu Info-Veranstaltung ein

Generation Praktikum

DGB-Jugend und GEW laden am Mittwoch, 31.1., um 18.00 Uhr im AusländerInnenzentrum der Ruhr-Uni (hinter dem KulturCafé der RUB) zu einem Vortrag zum Thema Praktikum mit Melanie Maier, Jugendbildungsreferentin beim DGB, ein. In der Einladung heißt es: »Das prekäre Arbeitsverhältnis des Praktikums ist mal wieder in aller Munde. Gerade für die Studierenden sind Praktika faktisch verpflichtend, und doch sind sie selten der Weg in einen „festen“ Job. (weiterlesen)

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Dienstag 30.01.07, 10:33 Uhr

Stadtwerke senken Strom- und Gaspreise

Die Bochumer Stadtwerke kündigen auf ihrer Webseite an, die Strompreise zum 1. März 2007 zwischen 0,3 und 0,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zu senken. Zum 1. April 2007 kündigen sie beim Gas eine Preissenkung von mindestens 0,4 Cent / kWh an.

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Dienstag 30.01.07, 09:00 Uhr

Christdemokratische Entgleisung

Die Existenz der Freien Uni (FUB) provoziert bei Jusos und RCDS heftigste Reflexe. Die Jusos/Rubrosen hatten vor einigen Tagen einen äußerst denunziatorischen Brief an den Rektor der RUB geschickt, der kaum zu toppen schien. Der RCDS hat es aber geschafft. Auf dem umstrittenen Web-Portal “StudiVZ” zeigt sich der letztjährige Landesvorsitzende des RCDS Roman Scheuschner frustriert, dass Rektor und Polizei die FUB noch nicht geräumt haben: “Dann müssen wir das doch selbst in die and nehmen. Ich besorgen die Fackeln, ihr den aufgebrachten Mob und die Heugabeln?”. Der örtliche RCDS-Chef Julian Fennhann pflichtet ihm bei: “Am Mob beteilige ich mich! *hier hier schrei*”. Alexander Gerke unterstützt das ganze mit dem Beitrag: “Jeder weiß, dass Zecken schlecht sind. Sie verbreiten Krankheiten. Eine davon nennt sich Kommunismus, eine andre Anarchismus. Es gibt Zecken, die jene und Zecken die andere Krankheiten übertragen. Aber es sind alles Zecken und Zecken kann man nur unschädlich machen, wenn man sie entfernt. (Und entfernen kann man sie nur, wenn man sie am Kopf packt und heraus dreht.)”
Julian Fennhann hat bestätigt, dass der Eintrag wirklich von ihm stammt, aber nur ironisch gemeint sei. Alexander Gerke sei kein Mitglied des RCDS. Fennhan beteuert: “Der RCDS Bochum hat keine Mitglieder, die zugleich Mitglied einer Burschenschaft sind.” Der Screenshot der RCDS Entgleisung.

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Montag 29.01.07, 19:00 Uhr
Mittwoch, dem 31.01., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer:

Die Instrumentalisierung der Menschenrechte für die Kriegsführung

Am Mittwoch, dem 31.01.07, startet das Bochumer Friedensplenum eine Veranstaltungsreihe zum “Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr 2006″. Um 19.30 Uhr ist Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, zu Gast im Bahnhof Langendreer.
Hintergrund der Veranstaltung ist die Tatsache, dass die Bundeswehr sich konsequent von einer (primär) auf Verteidigung ausgerichteten Truppe hin zu einer Interventionsarmee entwickelt hat. So wird im Weißbuch die “strikt einsatzorientierte Ausrichtung der Bundeswehr” festgeschrieben. Weiter heißt es: “Die Bundeswehr beschreitet seit Jahren konsequent den Weg des Wandels zu einer Armee im Einsatz.”
Mit der Veranstaltung will das Friedensplenum darauf aufmerksam machen, dass die Bundesregierung versucht, das Völkerrecht umzudefinieren. (weiterlesen)

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Montag 29.01.07, 15:00 Uhr

In Fahrtrichtung links!

Vorstellung des Buches zu 20 Jahre Bahnhof Langendreer

Dagmar Wolf und Uwe Vorberg, die im Bahnhof Langendreer für das politische Veranstaltungsprogramm zuständig sind, werden am Mittwoch, 31.1. ab 16 Uhr das kürzlich erschienene Buch “In Fahrtrichtung links!” zu 20 Jahren Bahnhof Langendreer in der Freien Uni Bochum vorstellen.
Der Bahnhof Langendreer wurde letztes Jahr 20 Jahre alt. Das war Grund genug für die BetreiberInnen und FreundInnen des Bahnhofs, diese Jahre in einem Buch zu verewigen. Die Möglichkeiten in dem soziokulturellen Zentrums mit seinem Cafe, Kino, Veranstaltungsräumen sowie Disco, Theateraufführungen und Konzerten sind bis heute sehr vielfältig. Gerade die ersten Jahre waren sicher nicht konfliktfrei, aber durch enormes Engagement geprägt. (weiterlesen)

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Sonntag 28.01.07, 21:45 Uhr

Farbbeutel gegen Goaliat

Auf dem Internetportal “Indymedia” wird darüber berichtet, dass in der Nacht von 23. auf den 24. Januar eine Gruppe von AntifaschistInnen den Nazi-Laden in der Oskar-Hofmann Straße mit Farbe verziert hat. Näheres. Bereits am 24. Dezember war der Laden bei einer Aktion mit Plakaten zugekleistert worden. Ein breites Bündnis von NachbarInnen, Geschäftsleuten, Parteien, Einrichtungen und Organisationen versucht gleichzeitig, die Vermieterin des Ladens davon zu überzeugen, dass sie dem Nazi-Laden kündigen soll.

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Sonntag 28.01.07, 20:00 Uhr

Hintergründe einer Beratungsstelle

Der Sozialausschuss des Rates der Stadt Bochum hat in dieser Woche überraschend beschlossen: »Auf der Basis des durch den Mieterverein vorgelegten Konzeptes wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Kontaktstelle für arbeitslose Menschen eingerichtet.
Ziel ist es, ein Angebot zu schaffen, dass
• eine Rechtsberatung zu Wohnkosten anbietet
• arbeitslosen Menschen Informationen und Unterstützung anbietet
• Raum für Begegnungen und Kontakte lässt
• Eigeninitiative und Selbsthilfekräfte stärkt und unterstützt
Dazu sind auch Formen von Beschäftigungsprojekten zu prüfen. Vernetzung und Kooperation ist insbesondere bei sozialarbeiterischen Elementen anzustreben. Qualitätsstandards und die notwendige Qualitätssicherung werden durch Kontrakte mit der Politik und Verwaltung sichergestellt. Der Finanzrahmen wird mit 95.000 Euro festgelegt.«
Norbert Hermann beschreibt in einer Stellungnahme der Unabhängigen Sozialberatung einige Hintergründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben mögen. Im Wortlaut.

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Samstag 27.01.07, 15:15 Uhr
Dienstag, 30.1., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Das Versteckspiel – Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten

Ein Referent des “Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR) beleuchtet am Dienstag im Sozialen Zentrum die Codes, Symbole und Marken rechter Jugendlicher und analysiert sie im Kontext eines entsprechenden Lifestyles.
Etliche Leute in Bochum haben erst in der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Laden in der Oskar-Hoffmann-Straße realisiert, dass Nazis nicht mehr unbedingt als Springerstiefel-tragende Glatzen rumlaufen. Die Nazi-Szene saugt Leute aus verschiedenen Subkulturen auf, gibt sich aber auch gern ganz adrett und bürgerlich und entwickelt unterschiedliche Identifikations-Codes. Politische Symbole sind dabei die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt zwar einen bestimmten Inhalt, ist jedoch gerade bei jugendlichen TrägerInnrn erst einmal “nur” Ausdruck eines rechten Lebensgefühls. Die politische Botschaft kann sich in der Aufwertung des Eigenen und der Ablehnung alles Fremden erschöpfen. (weiterlesen)

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Samstag 27.01.07, 15:12 Uhr

Erinnerung an Peter Gingold

Friedensplenum präsentiert eine CD mit der Ostermarschrede 2005

Das Bochumer Friedensplenum hat eine CD mit der Rede produziert, die Peter Gingold auf dem Ostermarsch 2005 im Bahnhof Langendreer gehalten hat. Auszüge aus der Rede waren in einem Beitrag von Radio Friedensplenum anlässlich seines Todes im Bürgerfunk gesendet worden. Die eindringlichen Worte von Peter Gingold haben offensichtlich etliche ZuhörerInnen stark beeindruckt. Er gab eine Reihe von Nachfragen nach der vollständigen Rede. Die CD ist am morgigen Sonntag auf dem Neujahrsempfang der Sozialen Bewegungen im Bahnhof Langendreer erhältlich.

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Freitag 26.01.07, 16:37 Uhr

Kampagne “NPD-Verbot jetzt!” gestartet

no-npd.gifDie Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat Kampagne “NPD-Verbot jetzt!” gestartet. Kernstück ist ein Schreiben an die Abgeordneten des Bundestages mit der Aufforderung ein neues Verfahren zum Verbot der NPD in die Wege zu leiten. Darin heißt es u. a.: “Seit über 40 Jahren ist in der Bundesrepublik mit der NPD eine Partei wirksam, die in der Tradition der NSDAP steht. Ihre Aussagen sind rassistisch, antisemitisch und fremdenfeindlich. Sie tritt für ein neues ‘Deutsches Reich’ ein und lehnt die demokratische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ab. Sie propagiert zur Durchsetzung ihrer politischen Ideologie nicht nur Gewalt, sondern bietet auch Gewalttätern eine politische Heimat und unterstützt sie.” Die VVN Bochum wird am Sonntag auf dem Neujahrsempfang der Sozialen Bewegungen Unterschriftenlisten zur Unterstützung des Briefes auslegen. (weiterlesen)

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