Goaliat
Im Oktober 2006 hatte ein Laden in der Oskar Hoffmann Straße eröffnet, der vorwiegend Sachen von Marken wie "Thor Steinar" oder "pro violence" verkaufte. Dies sind Modemarken, die in erster Linie rechtsextreme KäuferInnen bedienen sollen. Gegen diesen "Nazi-Laden" formierte sich Widerstand. Mit diesem Internet-Angebot wurden Informationen über Aktivitäten und Nachrichten zu diesem Laden dokumentiert.
Eine Stadtteil-Initiative von NachbarInnen des Nazi-Ladens, die u.a. von vielen Geschäftsleuten im Ehrenfeld, von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, dem Kinder- und Jugendring und dem Schauspielhaus unterstützt wurde, ist es gelungen, den Nazi-Laden zu vertreiben.

 
www.bo-alternativ.de - special:

Kein Naziladen in Ehrenfeld
...und auch nicht anderswo!

Drucken Drucken
Donnerstag 30.11.06, 22:00 Uhr
Norwegische Botschaft äußert sich zu „Thor Steinar“:

“unannehmbar und unerwünscht”

Vor ca. zwei Wochen hat sich das Polit-Café Azzoncao an das Norwegische Außenministerium gewandt, um mehr über die Beschwerde Norwegens gegen die Verwendung der norwegischen Flagge auf “Thor Steinar”-Produkten in Erfahrung zu bringen. Azzoncao schreibt: »Die extrem rechte Marke, die in Bochum nun vom Nazi-Shop “Goaliat!” vertrieben wird, versteckt sich gerne hinter Bezügen auf Norwegen und ein “nordisches Freiheitsgefühl”, so der stellv. Geschäftsführers Reiner Schmidt : “wir orientieren uns an Norwegen, deshalb die Runen. Eine Wolfsangel wird da nur reininterpretiert.”
Um dieser Verschleierung entschiedener entgegentreten zu können, wollten wir nun die Ansicht der norwegischen Behörden zu den Produkten der Firma MediaTex genauer in Erfahrung bringen.
Heute hat nun die norwegische Botschaft in Berlin mit folgendem Schreiben auf die Anfrage von Azzoncao reagiert:”Sehr geehrter Herr …,

Wir beziehen uns auf Ihre Anfrage an das Norwegische Außenministerium bezüglich “Thor Steinar”.
Die norwegischen Behörden halten den Gebrauch der norwegischen Flagge durch die Kleidermarke “Thor Steinar” für unannehmbar und unerwünscht. Man betrachtet die Angelegenheit als äußerst ernst. Die Norwegische Botschaft in Berlin hat die Angelegenheit gegenüber den deutschen Behörden mit Hinblick auf die Verhinderung des Verkaufs dieser Kleidung mit norwegischer Flagge durch den Produzenten zur Sprache gebracht.
Wir bedanken uns für das Interesse in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen,
Martina Østerhus
Königlich Norwegische Botschaft Berlin”