Archiv - Oktober 2006

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Dienstag 31.10.06, 22:00 Uhr
Benefizvorstellung für die neue Bochumer Synagoge

Lumpenpott in einer “Erwachsenenversion”

Theater FreierVogel macht Theater gegen Rechts

lumpenpott.jpgDas Theater FreierVogel lädt am Dienstag, dem 7.11. um 20.00 Uhr im Kultur-Magazin, Lothringerstr. 36 c zu einer Benefiz-Vorstellung mit dem Theaterstück: “Lumpenpott” ein. Die gesamten Eintrittseinnahmen werden für den Synagogenneubau in Bochum in gespendet.
In der Einladung heißt es: “Das Stück bringt keine trockene Geschichtsstunde auf die Bühne, sondern ist offen ohne vierte Wand inszeniert und nimmt das Publikum direkt mit auf eine Achterbahnfahrt in die Zeit des braunen Terrors und stellt dabei aktuelle Bezüge zu den neuen Nationalisten her. Das Besondere an dieser speziellen Vorstellung ist, dass das Stück, das bisher sehr erfolgreich mit großer Resonanz in mehr als 150 Schulvorstellungen vor SchülerInnen gespielt wurde, an diesem Abend in einer Erwachsenenversion gezeigt wird.” Näheres.

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Dienstag 31.10.06, 20:00 Uhr

PDS fordert Platz für Freizeitkicker

Die PDS-Ratsfraktion will in einer Anfrage an die Verwaltung wissen, ob und wie viele Sportplätze HobbyfußballerInnen zur Verfügung stehen. Außerdem soll geklärt werden, ob Vereinsplätze genutzt werden können, wenn die Vereine sie selber nicht zum Training brauchen. In ihrer Pressemitteilung schreibt die PDS: “In letzter Zeit mussten die Freizeitkicker immer öfter feststellen, dass Sportplätze für sie nicht mehr zugänglich sind, nachdem sie renoviert wurden und Kunstrasen verlegt worden ist.”

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Dienstag 31.10.06, 00:06 Uhr
Am Samstag starb Peter Gingold

Peter Gingold: “Der 8. Mai 1945 war für die ganze Welt ein Tag zum Jubeln – nur die Deutschen haben spät oder gar nicht gemerkt, dass es ein Tag der Befreiung war.”

peter-gingold.jpgbo-alternativ vom 27.3.2005: »Peter Gingold (Foto), 89 Jahre alt, radelte heute die Ostermarsch-Etappe von Essen nach Bochum mit. Angekommen zur Schlussveranstaltung im Bahnhof Langendreer wirkte er alles andere als erschöpft. Normaler Weise kämpfen RednerInnen bei diesem traditionellen Abschluss des Ostermarschsonntags gegen den Lärmpegel von kaltem Buffet, Kaffeetassen und Gemurmel an. Als Peter Gingold von seinen Erfahrungen im KZ, im Widerstand in Italien und Frankreich erzählte, war es so still, wie noch nie auf einer Ostermarschveranstaltung im Bahnhof Langendreer. JedeR spürte, was es heisst, wenn Peter Gingold den 8. Mai als den unvergesslichen Tag in seinem Leben bezeichnet. Er erinnerte an den damalige Schwur: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg. “Ich war angesichts des Ausmaßes der Zahl der Toten und der sichtbaren Zerstörung so naiv, zu glauben, dass der Schwur von allen ernstgemeint war.” Er erinnerte dann daran wie rasch die Remilitarisierung lief, wo überall in der Welt deutsche Soldaten heute wieder “für Ordnung sorgen.” Und: “Nazis marschieren heute wieder durch die Straßen.”«

Heute schreibt die Redaktion: “Wir werden Dich nicht vergessen!”

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Montag 30.10.06, 14:45 Uhr
10 Millionen Euro Erstattung für die MieterInnen

Erfolg gegen MieterInnen-Abzocke

Der Bochumer Mieterverein schreibt: »Geld zurück gibt es in den nächsten Monaten für 20.000 ehemalige Viterra-Mieter im Ruhrgebiet – 4000 davon in Bochum und 1000 in Hattingen. Grund: Die Deutsche Annington, die die Viterra 2005 aufgekauft hatte, beginnt mit der Rückerstattung zuviel erhobener Heizkosten ihrer “Contracting-Mieter”. Der Bundesgerichtshof hatte im Februar 2006 geurteilt, dass der Umstieg auf das Wärme-Contracting im laufenden Mietverhältnis unzulässig ist, wenn der Mieter nicht ausdrücklich zustimmt (BGH, VIII ZR 362/04, 22.02.2006). Die Deutsche Annington hatte daraufhin versprochen, alle betroffenen Mieter neu abzurechnen. Jetzt hat sie sich mit den Mietervereinen der betroffenen Städte und dem Mieterbund auf ein Verfahren geeinigt. Der Rückerstattungsbetrag liegt bei über 10 Millionen Euro. (weiterlesen)

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Montag 30.10.06, 08:00 Uhr
Freie Uni mit alternativem Vorlesungsverzeichnis:

Holt euch das Studium zurück!

Die Freie Uni Bochum hat ihr Alternatives Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht. Im Vorwort heißt es u.a.: »Wir konzentrieren uns natürlich aufs Studium und erkennen die Relevanz wissenschaftlichen Arbeitens, aber wir laufen doch nicht mit Scheuklappen durchs Leben. Erfolgreich Prüfungen zu absolvieren und am Ende eine Urkunde in der Hand zu halten ist nur ein Teil des Studiums. Und das aus gutem Grund: Zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen von AkademikerInnen gehört nicht nur deren fachliche Qualität, die Herausbildung von weitergehenden Kompetenzen wie Kreativität und kritischem Denken (letztlich also das Werden einer Persönlichkeit) spielt eine ebenso große Rolle. Allerdings wird diesem zweiten Standbein des Studiums sukzessive der Boden unter den Füßen weggezogen. [...]
Mit dem alternativen Vorlesungsprogramm wollen wir bewusst einen Kontrapunkt zum bloß zielgerichteten Studium setzen. Die Beschäftigung mit anderen Themen muss weiter eine zentrale Rolle im Leben auf dem Campus spielen. Idealerweise bieten wir Dozierenden und Studierenden gleichermaßen ein Forum zur Vorstellung und Diskussion eigener Thesen und leisten so einen Beitrag zur fächerübergreifenden Kommunikation. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen können öffentlich geführt werden, politische Projekte können vorgestellt und bekannt gemacht werden. Holt euch das Studium zurück!«
Zum alternativen Vorlesungsverzeichnis.

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Sonntag 29.10.06, 22:00 Uhr

Pecunia non olet

Die Ruhr-Uni-Leitung hat bei ihrem Bemühen zukünftig einer Elite-Uni vorzustehen, eine ganz alte humanistische Weisheit beherzigt: Geld stinkt nicht – Pecunia non olet. Seit Semesterbeginn kostet die Toilettennutzung in der Unibibliothek 20 Cent. Die Grüne Hochschulgruppe schreibt: »Wer dachte, dass die Benutzung der Universitären Sanitäranlagen durch den Studienbeitrag von 166 € und Studiengebühren von 500 € pro Semester inklusive sind, verkennt das marktwirtschaftliche Verständnis der Universitätsführung: die Benutzung der Toiletten in der Universitätsbibliothek kostet seit Beginn des Semesters 20 Cent. Über die Einführung eine “Paybacksystems” wird sicherlich schon nachgedacht.«

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Sonntag 29.10.06, 14:22 Uhr

Einladung zur Redaktionssitzung

Am Dienstag, 31.10., findet um 17.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, ein öffentliche Redaktionssitzung von www.bo-alternativ.de statt. Hier soll eine kleine Bilanz gezogen werden, wie die Umstellung auf die neue Technik geklappt hat und geplant werden, wie die Berichterstattung weiter verbessert werden kann. LeserInnen und potentielle MitarbeiterInnen sind herzlich eingeladen. Anregungen können auch an die Redaktion gemailt werden.

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Samstag 28.10.06, 22:00 Uhr
SPD droht wieder mit verschärftem Autobahnbau

Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn

Am 25. Oktober 1977 schrieb die WAZ: »1995 könne es werden, bis die Dü-Bo-Do ausgebaut sei, sagt der Leiter des Landesstraßenbauamtes Bochum. Die Verbindung zwischen Düsseldorf und Dort­mund werde von Bürgerinitiati­ven bekämpft.«
Am 18. Oktober 2000 schrieb die SPD: »SPD: Bochumer Lösung kommt 2003 - Die Planungsbehörden arbeiten mit Hochdruck an den Vorbereitungen zur Umsetzung der “Bochumer Lösung”, denn seit der Aufnahme der drei vorgesehen Maßnahmen ins Anti-Stau-Programm der Bundesregierung ist auch ihre Finanzierung gesichert. Im Jahr 2003 kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.«
Am 27. Oktober 2006 schreibt jetzt der Bochumer SPD Bundestagsabgeordnete Schäfer auf seiner Webseite eine Meldung mit der Überschrift: »Etappenziel beim Bundesverkehrsminister erreicht: A 40 und Querspange im Investitionsrahmenplan« (weiterlesen)

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Samstag 28.10.06, 19:00 Uhr
Protokoll einer Diskussion in der Opel-Betriebsgruppe GOG:

“Neue europaweite Erpressungsrunde”

Die Opel-Briebsgruppe “Gegenwehr ohne Grenzen” kündigt im LabourNet die Oktober-Ausgabe ihres GOG-Infos wie folgt an: »neue europaweite erpressungsrunde bei gm….wieder einmal weiter nach unten…. wieder einmal befinden wir uns in der diskussion, ob wir mit einem weiteren verzicht doch noch ein stück unserer zukunft auf einem noch erträglichen niveau erhalten können…. längst ist jedem klar, daß wir uns auf einer, nur ab und zu abgebremsten talfahrt befinden, bei der auch unsere würde stück für stück den bach runtergeht…. die talfahrt scheint unaufhaltsam zu sein…. man müßte dagegen ankämpfen, aber wer, mit wem und wofür…. daß es so nicht weitergeht, prägte auch die debatte in unserer gruppe gog in den letzten wochen…. trotz einiger bedenken haben wir uns entschlossen, unsere diskussion einmal wortwörtlich wiederzugeben..« Das GOG-Info mit dem Protokoll.

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Samstag 28.10.06, 15:16 Uhr

Von der Utopie zur Ontologie

DKP und Freien Universität Bochum (FUB) laden am Donnerstag, 2. November, 18.00 Uhr zu einer Veranstaltung in der FUB ein: “Georg Lukács (1885-1971) zählt zu den bedeutendsten marxistischen Philosophen und Literaturwissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Einer wohlhabenden Familie des jüdischen Bürgertums entstammend, trat er 1918 der KP Ungarns bei und war während der ungarischen Räterepublik 1919 stellvertretender Volkskommissar für Unterrichtswesen. 1944/45 kehrte er nach Jahren des Exils nach Ungarn zurück und wurde 1948 Professor für Ästhetik und Kulturphilosophie in Budapest. Ursprünglich vom Neukantianismus sowie von Georg Simmel und Max Weber beeinflusst, war Lukács in seinen philosophischen Schriften G.W.F. Hegel und Karl Marx in gleicher Weise verpflichtet und wandte sich einem vom deutschen Idealismus geprägten Marxismus zu. Zu seinen bekanntesten Schriften zählen Geschichte und Klassenbewußtsein, Die Zerstörung der Vernunft, Der historische Roman sowie Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins.
Prof. Dr. Werner Jung ist Vorsitzender der Internationalen Georg Lukács Gesellschaft und lehrt Literaturwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.”

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Samstag 28.10.06, 14:50 Uhr

Oktober-Plenum des Sozialforums

Am Montag, dem 30. 10., findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31 das monatliche Plenum des Bochumer Sozialforums statt. In der Einladung werden u.a. folgende Tagesordnungspunkte vorgeschlagen:
• Nachbereitung der Demonstration am 21.10. und wie geht es weiter?
• Vorbereitung des 4. Bochumer Sozialforums mit dem Schwerpunkt G-8-Gipfel
• Zwangsumzüge, LEG-Verkauf, Wohnungspolitik

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Freitag 27.10.06, 19:00 Uhr

Bochumer WAZ verschweigt FDP-Funktionen eines “Kinderanwaltes”

Die WAZ bringt als Aufmacher in ihrem Bochumer Lokalteil am heutigen Freitag einen Artikel mit dem Titel: “Die Dezernentin soll gehen”. Im Text heißt es dann: “Thomas Paßmann, der Bochumer ‘Anwalt der Kinder’ ist empört über die Verlogenheit im Fall des kleinen Justin: ‘Die Sozialdezernentin betreibt in der Öffentlichkeit Schönfärberei.’”
Es geht in dem WAZ-Beitrag, in dem ausführlichst und ausschließlich über Paßmann berichtet wird, also um die Fehler, die im Jugendamt im Zusammenhang mit dem Tod eines Kindes gemacht worden sind. Die Sozialdezernentin ist die Vorgesetzte des Jugendamtsleiters. Der WAZ-Artikel erläutert nur unpräzise, wann sich jemand “Anwalt des Kindes” nennen kann.
Wer etwas recherchiert, stellt fest, dass Paßman Mitglied im Kreisvorstand der FDP ist und für die FDP im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Rates sitzt. Dies erwähnt die WAZ nicht. Die FDP-Fraktion fordert zeitgleich auch den Rücktritt der Sozialdezernentin, berichtet die WAZ in einem weiteren Artikel auf der selben Seite.
SPD und Grüne stellten sich heute in einer gemeinsamen Presseerklärung hinter die Sozialdezernentin und erklärten: “Pikant ist, dass Thomas Paßmann [...] in der Presse als neutraler ‘Anwalt der Kinder’ auftritt, ohne seinen parteipolitischen Hintergrund auch nur zu erwähnen.” Die unseriöse Berichterstattung der WAZ wird nicht kritisiert.

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